Archäologische

RuhrZeiten

Stadtarchäologischer Beitrag zur Kulturhauptstadt 2010 -
Visualisierungen der Kulturlandschaft in Dortmund, Duisburg und Essen

Einleitung

Archäologische Grundlagen

Virtuelle Realität

Ziele

Archäologische Grundlagen

Im Ruhrgebiet lässt es sich gut leben. Eine Erkenntnis, die nicht neu ist. Schon seit alters her bilden fruchtbarer Boden und gute Erreichbarkeit die Grundlagen für beste Siedlungsbedingungen. Eine alte Straße und vier Flüsse formen den topographischen Rahmen und erschließen den Raum. Sie binden die Region in den gesamteuropäischen Kontext ein. Die Straße - der Hellweg - ist schon in den Jahrhunderten vor Christi Geburt als Verkehrsführung nachweisbar, auch die Flussnamen zeugen von einer lange zurückreichenden Besiedlung.

Doch die ältere Vergangenheit dieses Gunstraumes, die Zeit vor der Industrie, ist weitgehend vergessen und durch den Strukturwandel verschwinden mehr und mehr selbst die Zeugnisse der das Ruhrgebiet prägenden Industrien für Kohle und Stahl.

Auch gab es kein „Ruhrgebiet“ vor Kohle und Stahl. Man muss sich stets vergegenwärtigen, dass die Region keine gemeinsame Tradition besitzt, die vor die Zeit der Industrialisierung zurückgreifen kann. Stattdessen stärkt das historische Wissen um die vorindustrielle Geschichte häufig nur lokale Identitäten, während gemeinsame Strukturen und Verbindungen im Hintergrund bleiben.

Wichtig erscheint daher, die historischen Vernetzungen innerhalb des Reviers und die Rolle seiner gemeinsamen Spezifika für den regionalen Kontext auch von den vorschriftlichen Anfängen bis zur Industrialisierung im 19. Jahrhundert herauszustellen.

Die Grundlagen dafür liefern für die älteren Epochen archäologische Quellen (Dortmund), denen im Mittelalter (Duisburg) und in der Neuzeit (Essen) schriftliche, bildliche Quellen an die Seite gestellt werden können. Der archäologische Kenntnisstand hat sich in den vergangenen 20 Jahre überzeugend verbessert. Die Arbeit der beiden Landschaftsverbände (LWL/LVR) mit ihren Fachabteilungen für Bodendenkmalpflege sowie die der drei Kommunalarchäologien des Ruhrgebiets hat dafür gesorgt, dass die Entwicklung der Region in großen Schritten von der Steinzeit bis zur Gegenwart nachvollzogen werden kann.

Es liegen somit Daten vor, die zwar lokal erschlossen wurden, bislang aber für den Ruhrgebietsraum noch nie zusammengeführt worden sind.

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