Archäologische

RuhrZeiten

Stadtarchäologischer Beitrag zur Kulturhauptstadt 2010 -
Visualisierungen der Kulturlandschaft in Dortmund, Duisburg und Essen

Projekte

Brücken bei Ripshorst

Download

Das Ruhrgebiet besitzt wider Erwarten viele isoliert liegende Grüninseln. Entlang der Emscherzone befinden sich u.a. insgesamt sieben so genannte Regionale Grünzüge, die bereits in den 1920er Jahren entstanden sind. Im Rahmen der 1989 bis 1999 stattfindenden Internationalen Bauausstellung Emscher Park (IBA) sollten diese, durch das Anlegen neuer Grünzonen, in Ost-West-Richtung miteinander verbunden werden.

Um auch die Anbindung von Norden nach Süden zu schaffen, musste in den meisten Fällen die Emscher, bzw. der Rhein-Herne-Kanal überbrückt werden. Dazu fand eine Umnutzung alter Brücken für den Fuß- und Radverkehr statt oder der Bau neuer Brücken, meist sehr auffällig und kunstvoll angelegt.

Im Bereich von Haus Ripshorst wird der Brückenschlag von Norden nach Süden, also von der Brache Vonderort zum Haus Ripshorst und dem Gehölzgarten, sowohl durch eine alte als auch eine neue Brücke möglich. In direkter Nähe der Brücken befindet sich der Düker, über den der Läppkes Mühlenbach in die Emscher entwässert.

Der Bach war als oberflächig in einer Betonrinne geführter Abwasserkanal der Gemeinde Frintrop genutzt worden und wird seit 1991 als erster von der Emschergenossenschaft naturnah umgestaltet. In einigen Abschnitten ist er bereits renaturiert und zeigt nun wieder das Aussehen eines natürlich mäandrierenden Baches mit typischer Tier- und Pflanzenwelt.

Brücken bei Ripshorst Brücken bei Ripshorst2
Die alte Fachwerkbrücke mit Düker des Läppkes Mühlenbaches Der naturnah umgestaltete Läppkes Mühlenbach

Realisation:
Elke Schneider MA (Text & Fotos)
Bianca Khil (Text & Fotos)
Dipl.-Ing. Antje Grünkemeier (3D-Modell)

Leitung:
Prof. Dr.-Ing. Heinz-Jürgen Przybilla
Hochschule Bochum, Fachbereich Vermessung und Geoinformatik
Labor für Photogrammetrie, Tel. +49 234 32 10517