Archäologische

RuhrZeiten

Stadtarchäologischer Beitrag zur Kulturhauptstadt 2010 -
Visualisierungen der Kulturlandschaft in Dortmund, Duisburg und Essen

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Schloss Borbeck Essen

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Schloß Borbeck befindet sich in einem nach Nordosten auslaufenden, von kleinen Bächen durchzogenen Talgrund, inmitten eines großen Waldparks.

Schloss BorbeckDie erste Erwähnung als Oberhof Borbeck liegt aus dem 9. Jahrhundert vor. 1227 gelangte das Anwesen in Besitz der Fürstäbtissinnen von Essen, für die hier eine evtl. zweiteilige Motte errichtet wurde. Als Reste dieser Anlage sind möglicherweise Pfahlreihen zu deuten, die 1951 bei Bauarbeiten aufgefunden wurden. 1584 verwüsteten Spanier den bereits stark veränderten Bau, der später wiederhergestellt wurde. Nach einer Zeit des Verfalls um die Mitte des 17. Jahrhunderts wurde das Anwesen gegen Ende des 17. und im 18. Jahrhundert grundlegend erneuert und vergrößert. Die Eingangsfront des heute rechteckigen, dreigeschossigen Schloßbaus wird von zwei quadratischen, mit barocken Hauben bekrönten Wohntürmen eingerahmt. An der Nord-, West- und Südseite verläuft ein 6 bis 9 m breiter Wassergraben, der nach Norden zu einem Weiher mündet. 1842 wurde vor der Schloßinsel ein langrechteckiges Wirtschaftsgebäude errichtet, an dessen Stelle schon ein mittelalterlicher Wirtschaftsteil gestanden hatte. Die Nordwestspitze des neuen Gebäudes wird von einem 5,9 m x 5,9 m großen Bruchsteinturm gebildet, der zur mittelalterlichen Vorburg gehörte. Ein ursprünglich das Vorburggelände umgebendes Grabensystem ist heute nicht mehr erkennbar.

Das Schloß beherbergt heute u.a. ein Restaurant und ein Museum. Der Schloßpark ist zu besichtigen.

Realisation:
Dipl.-Ing. Marek Koppel (3D-Modell)

Leitung:
Prof. Dr.-Ing. Heinz-Jürgen Przybilla
Hochschule Bochum, Fachbereich Vermessung und Geoinformatik
Labor für Photogrammetrie, Tel. +49 234 32 10517